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WOHNBAUDARLEHEN

Darlehen zur Finanzierung von Wohnimmobilien

Bei einem Wohnbaudarlehen handelt es sich um einen Kredit für den Bau oder Kauf einer Wohnung oder eines Hauses. Üblicherweise wird von der Bank eine Eigenkapitalquote von 30 bis 40 Prozent vorausgesetzt, wobei jedoch neben dem Guthaben aus einem Bausparvertrag auch das Darlehen der Bausparkasse häufig ebenso dem Eigenkapital zugerechnet wird wie das KfW-Förderdarlehen. Bei dieser Berechnung der Eigenkapitalquote darf der Kreditnehmer nicht übersehen, dass er die weiteren Kredite ebenfalls zurückzahlen muss.

Die übliche Form eines Wohnbaudarlehens ist der Annuitätenkredit. Hierbei zahlt der Kunde regelmäßig einen festen Betrag zurück, dieser setzt sich aus Zins und Tilgung zusammen. Üblich ist ein anfänglicher Tilgungssatz von einem Prozent, Bauherrn oder Immobilienkäufer, welche einen höheren Betrag für die Rückzahlung zur Verfügung haben, wählen eine höhere Anfangstilgung.

Von großer Bedeutung ist die Zinsfestschreibung, die entsprechende Frist beträgt in der Regel zehn Jahre. Gegen einen geringen Aufschlag ist eine längere Zinsbindung möglich. Während der Zinsfestschreibung ist der neue Immobilienbesitzer vor Zinserhöhungen geschützt. Die Zeit der Zinsbindung bezeichnet beim Annuitätendarlehen zugleich den Zeitraum, während dessen der Kredit vereinbart ist. Mit ihrem Auslaufen ist die Vereinbarung eines neuen Darlehens erforderlich, wozu die Bank in den meisten Fällen ein Angebot unterbreitet. Es besteht die Möglichkeit, ein Prolongationsdarlehen während der Laufzeit des Erstvertrages zu vereinbaren und sich auf diese Weise ein günstiges Anschlussdarlehen zu sichern.

Während der ersten zehn Jahre der Zinsbindungsfrist kann die Bank für Sondertilgungen eine Vorfälligkeitsentschädigung berechnen, sofern das Recht auf die außerplanmäßige Rückzahlung nicht ausdrücklich im Vertrag festgehalten ist. Bei gegenwärtig abgeschlossenen Verträgen über Wohnbaukredite ist die Vereinbarung eines Rechts zu Sondertilgungen üblich.

Die seltener genutzte Variante eines Wohnbaudarlehens ist das endfällige Darlehen. Der Kreditnehmer zahlt bei dieser Kreditform während der Laufzeit lediglich die Zinsen. Für die spätere Rückzahlung des Darlehens zahlt er gleichzeitig in einen Versicherungsvertrag ein. Am Ende der Laufzeit dient die Auszahlung der Versicherungssumme der Ablösung des Darlehens. Bei dieser Form der Immobilienfinanzierung besteht das Risiko, dass die Gewinnbeteiligung geringer ausfällt als erwartet und der Immobilienbesitzer für die Deckung des Restbetrages ein weiteres Darlehen benötigt.

Vor der Beantragung eines Wohnbaukredits ist ein sorgfältiger Preisvergleich erforderlich, da auf Grund der großen Summe des Darlehens auch eine scheinbar geringe Abweichung des Zinssatzes zu hohen Mehrkosten führt. Grundsätzlich ist das Einschalten eines für den Kreditnehmer kostenlosen Kreditvermitllers sinnvoll.

Hypothekendarlehen





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