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IMMOBILIENFONDS

Geld anlegen in Immobilienfonds

Lange Zeit galten Aktien und Investmentfonds bei Privatanlegern als die chancenreichste Form der langfristigen Geldanlage. Nachdem gleich mehrere Wirtschaftskrisen diese Einschätzung in den letzten Jahren widerlegten und die Risiken dieser Anlageformen in erschreckender Weise verdeutlichten, setzen viele Anleger verstärkt auf solide und werthaltige Assetklassen wie Immobilien.

Immobilienfonds spielen dabei eine besonders wichtige Rolle. Gegenüber einem Direktinvestment in Immobilien bieten sie erhebliche Vorteile. So sind die meisten offenen Immobilienfonds sehr breit aufgestellt und gut diversifiziert. Je nach Investmentansatz, den das Management verfolgt, diversifizieren viele Immobilienfonds das Fondsvermögen regional oder international. Außerdem erfordert die Anlage von Geld in Immobilienfonds - im Gegensatz zum Direktinvestment in Anlageimmobilien - keine besondere Expertise im Immobilienbereich.

Weitere Vorteile von Immobilienfonds sind auch die Werthaltigkeit des Anlageproduktes und die damit verbundene Sicherheit gegen inflationäre Entwicklungen - über die Anteile an Immobilienfonds erwerben Anleger Sachwerte. Gerade in Krisenzeiten und bei steigenden Inflationsraten ist ein Investment in Immobilienfonds äußerst sinnvoll oder sogar sehr ratsam. Neben eventuellen Wertsteigerungen der Immobilien profitieren die Geldgeber der Immobilienfonds auch von laufenden Erträgen. Einige kleine Fonds konnten so in den letzten Jahren sogar zweistellige Renditen erwirtschaften, da sie in Objekte mit hohem Wertsteigerungspotential investierten. Allerdings handelte es sich dabei meist um geschlossene Beteiligungen, bei denen hohe Mindesteinlagen erbracht werden mussten.

Allerdings sollte man auch die Nachteile eines Investments von Kapital in Immobilienfonds nicht vernachlässigen. So erheben die meisten Fondsgesellschaften einen hohen Ausgabeaufschlag von meist 5 oder 6 Prozent. Ein Investment in Immobilienfonds ist vor diesem Hintergrund nur dann interessant, wenn ein Anlagehorizont von 10 oder mehr Jahren verfolgt wird. Außerdem sind die Renditechancen der meisten Immobilienfonds begrenzt. So sollten Anleger in der Regel nicht mehr als 5 bis 6 Prozent langfristige Rendite erwarten. Außerdem sind viele Immobilienfonds in Form von geschlossenen Beteiligungen aufgelegt, was die Liquidität des Investments stark einschränkt. Darüber hinaus liegt die Mindestbeteiligung bei geschlossenen Immobilienfonds meist im fünfstelligen Eurobereich und beträgt nicht selten bis zu 50.000 Euro.





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