Über die Krankenkassenbeiträge lassen sich die mehr als 200 Krankenkassen, die es in Deutschland gibt, vergleichen. Etwa 90 Prozent der deutschen Bevölkerung sind gesetzlich krankenversichert, das sind mehr als 70 Millionen Menschen und von denen sind wiederum 60 Millionen Versicherte sogenannte Pflichtmitglieder in der gesetzlichen Krankenversicherung.
Zwischen den verschiedenen Krankenkassen bzw. Krankenversicherern ist der Beitragssatz ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal, denn die Leistungen der einzelnen gesetzlichen Krankenkassen (GKVs) sind gesetzlich vorgeschrieben und daher sehr ähnlich. Die Krankenkassenbeiträge differieren hingegen zwischen knapp 12 Prozent für die günstigste Krankenkasse und etwas über 16 Prozent bei einer teuren Krankenkasse.
Mithilfe eines Krankenkassenvergleichs im Internet kann der gesetzlich Versicherte die Krankenkassen finden, die allen Versicherten gegenüber geöffnet sind und die zudem auch noch niedrige Krankenkassenbeiträge anbieten. Nach 18 Monaten Pflichtmitgliedschaft in einer Krankenkasse kann der Versicherte seine Mitgliedschaft kündigen und in eine Krankenkasse wechseln, die niedrige Krankenkassenbeiträge verlangt. Nach einer Beitragserhöhung besteht allerdings ein Sonderkündigungsrecht (siehe Sonderkündigungsrecht Krankenkasse).
Mit der Wahl einer Krankenkasse, die niedrige Krankenkassenbeiträge verlangt, kann der Versicherte mehrere Hundert Euro im Jahr sparen, da das Bruttoeinkommen des Versicherten zur Berechnung der Beitragshöhe in Prozent herangezogen wird. Geringverdiener zahlen von ihrem Einkommen denselben prozentualen Betrag wie Besserverdienende. Freiwillig Versicherte hingegen zahlen nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze Krankenkassenbeiträge. Der Beitrag wird zur Hälfte vom Arbeitgeber getragen. So profitiert auch durchaus der Arbeitgeber davon, wenn sich der Versicherte eine Krankenkasse wählt, die einen niedrigen Beitragssatz fordert. Es soll auch Arbeitgeber geben, die ihre Mitarbeiter dazu auffordern, die Krankenkasse zu wechseln, um Beiträge zu sparen.
Mit Einführung des Gesundheitsfonds ab 2009 werden die Unterschiede in den Beiträgen verschwinden, allerdings gehen Experten davon aus, dass die Beiträge in diesem Jahr weiter steigen und dann im kommenden Jahr für alle Versicherten bei 15 Prozent und höher liegen.
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