Der Markt für Wohngebäudeversicherungen in Deutschland ist hart umkämpft, beinahe jeder Versicherer versichert auch Wohngebäude. Dabei gibt es regional sehr große Unterschiede, gerade in den Prämien. Die Versicherer können ihre Prämiensätze frei entscheiden, daher gibt es große Differenzen in verschiedenen Regionen.
Viele Wohngebäudeversicherer teilen Deutschland in Postleitzahlengebiete auf, für die unterschiedliche Prämiensätze gelten. Versichert man Gebäude in einem ländlichen Gebiet, ist das meist deutlich günstiger, als mitten in der Stadt. Es gibt allerdings auch Versicherer, die nur mit 2 verschiedenen Tarifzonen arbeiten, so zum Beispiel der Schleswiger Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit, der als einzige Diversifikation Großstädte mit einer festen Liste und alle anderen Gebiete trennt. Dadurch werden gerade diese kleineren Wohngebäudeversicherer besonders interessant für stadtnahe Gebiete, in denen alle anderen Versicherer bereits eine deutlich höhere Prämie fordern, weil laut deren Einteilung ein höheres Risiko vorliegt.
Marktführer unter den deutschen Wohngebäudeversicherern ist die Allianz AG mit knapp 3 Millionen Versicherungsverträgen, was vor allem daran liegt, dass die Allianz die Mehrheit am alten Staatsversicherer der DDR übernommen hat. Ebenfalls auf den vorderen Plätzen liegen die Bayerische Landesbrandanstalt, die Provinzial, die R+V, die Axa und die HUK-Coburg. Die 10 größten Unternehmen teilen sich zusammen knapp 75% aller Verträge, die es in Deutschland gibt.
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