Grundsätzlich reicht die "normale" Krankenversicherung natürlich aus, um im Bedarfsfall eine vernünftige Behandlung zu erhalten, deren Kosten auch von der Krankenkasse übernommen werden. Dennoch kann es besonders auf Reisen sinnvoll sein, noch eine ergänzende Versicherung abzuschließen.
Aus diesem Grunde bieten viele Versicherer die so genannte Reise Krankenversicherung an. Diese schützt den Versicherten in dem Sinne, dass auch Kosten übernommen werden, die die normale Krankenversicherung unter Umständen nicht oder nur teilweise erstatten würde. Solche Kosten können zum Beispiel bei Behandlungen im Ausland entstehen. Dort werden oftmals von den Ärzten nur Privatabrechnungen erstellt, sodass der Patient den Betrag zunächst einmal aus der eigenen Tasche bezahlen muss, um überhaupt behandelt zu werden. Da nicht alle im Ausland durchgeführten Behandlungen bzw. deren Kostenabrechnung in Deutschland erstattungsfähig sind, kann es unter Umständen passieren, dass der Versicherte von seiner Krankenkasse kein Geld zurück erhält. In diesem Falle würde die Reise Krankenversicherung eintreten und die Kosten übernehmen.
Ferner wird von der gesetzlichen Krankenversicherung z.B. auch kein Rücktransport aus dem Ausland im Krankheitsfall erstattet. Auch für diesen Fall würde man eine private Reise Krankenversicherung benötigen. Diese erstattet die Kosten zumeist zu 100 Prozent, meist bis zu einem Betrag von 10.000 Euro.
Der Abschluss einer Reise Krankenversicherung empfiehlt sich also insbesondere bei Reisen ins Ausland und hier im Speziellen bei Reisen ins außereuropäische Ausland. Die Reise Krankenversicherung kann entweder für ein ganzes Jahr, oder für eine bestimmtes festgelegtes Reisedatum nach Tagen abgeschlossen werden.
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