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KRANKENKASSEN | ÜBERSICHTEN UND EINFÜHRUNG

Rolle und Aufgaben der Krankenkassen

Die Krankenkassen in Deutschland sind primär als Träger der gesetzlichen Krankenversicherung zu verstehen. Obwohl sie finanziell und auch organisatorisch selbstständig sind, unterliegen sie der staatlichen Aufsicht. Der größte Unterschied zu den Versicherern der privaten Krankenversicherung (PKV) besteht darin, dass die Krankenkassen kostendeckend arbeiten müssen. Die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland haben mehr als 70 Millionen Versicherte.

Die Finanzierung der Krankenkassen erfolgt über die Beitragszahlungen der Mitglieder der jeweiligen Krankenkasse. Um die Einahmen und die Ausgaben in etwa gleich zu halten, werden die Beitragsätze entsprechend gestaltet. Erwirtschaftet eine Krankenkasse Überschüsse, können diese über Beitragsenkungen an die Mitglieder weitergegeben werden. Das kam aber in den letzten Jahren nicht vor. Im Allgemeinen sind die Ausgaben der Krankenkassen höher als erwartet und müssen über Beitragserhöhungen kompensiert werden.

Zu den Aufgaben der Krankenkassen gehört es, Verträge mit Leistungserbringern abzuschließen, Beiträge einzuziehen und die erbrachten Leistungen zu bezahlen. Viele Krankenkassen haben in größeren Städten Standorte, wo sie für ihre Mitglieder zu erreichen sind. In den letzten Jahren haben sich aber auch Direktkrankenkassen etabliert, die für ihre Mitglieder nur telefonisch oder über das Internet zu erreichen sind. Diese Kassen arbeiten kosteneffizienter und haben deshalb in der Regel günstigere Beiträge als andere Krankenkassen.

Wie gut ist Ihre Krankenkasse?

Nicht alle Krankenkassen haben guten Service
Der Beitragssatz der Krankenkassen ist leider überhaupt kein Indikator für Service-Qualität. Manche günstige Krankenkassen bieten hervorragenden Service, während teure Krankenkassen sich teilweise wie behäbige Behörden zu benehmen scheinen. Verständlich, dass nicht alle Versicherten der gesetzlichen, aber auch privaten Krankenkassen immer begeistert sind. Doch im Wesentlichen haben die Krankenkassen die Zeichen der Zeit erkannt - und der Wettbewerb unter den verschiedenen Krankenkassen erhöht auch kontinuierlich die Servicequalität in vielen Bereichen.

Verschiedene Arten von Krankenkassen

Bei den Krankenkassen werden verschiedene Arten von Kassen unterschieden. So gibt es die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK), die verschiedenen BKKs (Betriebskrankenkassen), die so genannten Innungskrankenkassen (IKKs), die Bundesknappschaft, Ersatzkassen für Arbeiter und Angestellte, die Seekrankenkasse und die Landwirtschaftlichen Krankenkassen. Zu fast allen Krankenkassen haben die Mitglieder seit 1996 freien Zutritt, damit ist freie Kassenwahl gemeint. Die Zahl der Krankenkassen ist in den letzten Jahren stark gesunken, so sind derzeit circa 250 Krankenkassen aktiv, im Vergleich dazu gab es 1991 noch 1.200 Krankenkassen.

Gesetzliche Krankenkassen - eine Auswahl

AOK Krankenversicherung

Barmer Krankenkasse

BIG Krankenkasse

BKK Krankenkasse

DAK Krankenkasse

GEK Krankenkasse

Hanseatische Krankenkasse

IKK Krankenkasse

Landwirtschaftliche Krankenkasse

Siemens Betriebskrankenkasse

Taunus Krankenkasse

Techniker Krankenkasse

TK Krankenkasse

Bundesinnungskrankenkasse Gesundheit


 

Welche Krankenkasse soll's sein?
© Pixelot / Fotolia

Private Krankenkassen - eine Auswahl

AXA Krankenversicherung

Allianz Krankenversicherung

Bayerische Beamtenkrankenkasse

Central Krankenversicherung

Continentale Krankenversicherung

DEVK Krankenversicherung

DKV Deutsche Krankenversicherung

Debeka Krankenversicherung

Gothaer Private Krankenversicherung

Süddeutsche Krankenversicherung

Union Krankenversicherung


Knappschaft Krankenkasse im Fokus

Die Knappschaft Krankenkasse war ursprünglich nur für Bergleute und Mitarbeiter in der Verwaltung eines Bergwerks zuständig, heute kann jeder Mitglied dieser Kasse werden. Im ursprünglichen Wortsinn ist Knappschaft die kameradschaftliche Verbindung der Mitarbeiter eines Bergwerks, die neben der Krankenversicherung zunächst auch für weitere Sozialleistungen wie Begräbnisgeld und Rente zuständig war. Gemäß der Aussage in der aktuellen Werbekampagne gibt es die Knappschaft als Interessengemeinschaft und erste Form einer Krankenkasse bereits seit 750 Jahren. Seit ihrer Öffnung für alle Versicherten konnte die Knappschaft GKV ihre Mitgliederzahl erhöhen.

Heute kann jeder sozialversicherunspflichtige Arbeitnehmer und jedes freiwillige Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung sich für die Knappschaft als Krankenkasse entscheiden. Die Kasse stellt in ihrer Werbung besonders hohe Zuschüsse zur aktiven Gesundheitsvorsorge heraus und hat bis jetzt noch keinen Zusatzbeitrag erhoben. Nach Aussage der Knappschaft Krankenkasse ist die Erhebung eines Zusatzbeitrages auch nicht geplant. Neben den Zuschüssen für eine aktive Gesundheitsvorsorge übernimmt die Knappschaft die Kosten von mehr als den gesetzlich vorgeschriebenen Schutzimpfungen und bezahlt auch Vorsorgeuntersuchungen für alle Mitglieder, wenn die entsprechende Maßnahme gesetzlich erst ab einem bestimmten Lebensalter oder lediglich bei das Risiko erhöhenden Vorerkrankungen durch die Krankenkasse bezahlt werden muss.

Auch nach der Öffnung der Knappschaft für alle Interessenten hat die Krankenkasse die meisten Mitglieder in gegenwärtigen oder früheren typischen Bergbauregionen. Durch die Eröffnung von Geschäftsstellen außerhalb ihrer angestammten Regionen hat die Knappschaft Krankenkasse in den letzten beiden Jahren viele Mitglieder in anderen Teilen Deutschlands gewinnen können. Wer nicht in der Nähe einer Geschäftsstelle wohnt, kann aber auch eine kostenlose Telefonnummer für die Kontaktaufnahme mit der Knappschaft Krankenkasse nutzen (24.07.2011).

 

knappschaft.de
Website-Screenshot vom 28.03.2012

Ersatzkrankenkasse - was ist das?

Der Begriff Ersatzkrankenkasse stammt noch aus der Zeit, als Arbeiter zwingend Mitglieder der Allgemeinen Ortskrankenkasse (AOK) waren und Angestellte ersatzweise eine Angestellten-Krankenkasse für die gesetzliche Krankenkasse wählen durften. Heute haben sich die gesetzlichen Bestimmungen geändert und sowohl Angestellte als auch Arbeiter können wahlweise Mitglieder einer AOK oder einer anderen Krankenkasse werden.

Auch vor der Einführung der Wahlfreiheit für Arbeiter gab es in einigen Berufen und Betrieben Abweichungen von der üblichen Vorgabe der zuständigen Krankenkasse. Wenn der Betrieb eine Betriebskrankenkasse unterhielt, mussten alle versicherungspflichtigen Beschäftigten ihr beitreten; für Bergleute war ausschließlich die Knappschaft zuständig.

Wichtige Ersatzkrankenkassen sind die DAK (Deutsche Angestellten-Krankenkasse), die Barmer Ersatzkasse, die nach einer Fusion heute BEK GEK heißt, und die Techniker Krankenkasse. Ersatzkassen hatten vor der letzten Gesundheitsreform oft einen günstigeren Beitragssatz als die AOK angeboten, dieser Vorteil besteht seit der Einführung des Gesundheitsfonds nicht mehr. Im Gegenteil haben mehrere Ersatzkrankenkassen einen Zusatzbeitrag eingeführt, während die AOK Krankenkassen bis jetzt auf die Erhebung eines solchen verzichten.

In der Wahrnehmung vieler Versicherter zeigen sich Ersatzkassen weiterhin bei der Bezahlung freiwilliger Leistungen großzügiger als AOK Krankenkassen. Ob diese Annahme zutreffend ist, hängt jedoch sehr stark von der einzelnen Ersatzkasse und der mit dieser verglichenen AOK ab. In jedem Fall konkurrieren die Ersatzkassen um Pflichtversicherte sowie in der GKV / gesetzlichen Krankenversicherung freiwillig versicherte Mitglieder mit der AOK sowie mit geöffneten Betriebskrankenkassen. Geöffnet heißt, dass eine Betriebskrankenkasse auch Menschen aufnimmt, die nicht im entsprechenden Betrieb oder der entsprechenden Betriebsgruppe arbeiten; eine Betriebskrankenkasse (BKK) hat das Recht, sich nicht zu öffnen und nur Betriebsangehörige aufzunehmen.

Ersatzkassen werben mit ihrem guten Service und unterhalten mit wenigen Ausnahmen ein dichtes Geschäftsstellennetz. Fast jede Ersatzkasse bietet ihren Mitgliedern heute in Zusammenarbeit mit einer privaten Krankenversicherung verschiedene Zusatzversicherungen an, am beliebtesten bei den Mitgliedern sind Verträge über zusätzliche Leistungen für den Zahnersatz. Im vergangenen Jahr gab es einige Fusionen von Ersatzkassen wie die der GEK mit der BEK (24.07.2011).


Betriebskrankenkassen






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